In der gut besuchten Mitgliederversammlung im „Ristorante Pavarotti“  in Bammental, begrüßte der Vorsitzende des Vereins „Licht für Afrika“,  Valentin Schnitzer,  Mitglieder und  Gäste. Nach dem Jahres- und Kassenbericht wurde  auf Antrag von Frau Rehfuß dem Vorstand und dem Kassier für ihre zurückliegende Tätigkeit die Entlastung erteilt. Die Mitglieder bekundeten dem Vorstand durch Beifall ihre Zufriedenheit mit der geleisteten Arbeit. Nach dem Jahresbericht des Schriftführers gab der Vorsitzende einen Einblick in die Projekte in Tansania.

Durch Besuche und Projekteinsätze wurde die Zusammenarbeit in Tansania intensiviert.

Für die seit Jahren unterstützte Anlage in Tosamaganga wurde eine turbinengetriebene Pumpstation für die Wasserversorgung des Ipamba Hospitals bei uns angefragt. Neben dem Hospital sollen ein angegliedertes Waisenhaus, eine Schwesternschule und Wohnungen des Personals versorgt werden. Der Verein habe die Ausarbeitung eingereicht und warte auf die Rückmeldung.

Nach dem Ausfall des Generators in unserer Pilotanlage in Kindimba hat der Verein letztes Jahr Ersatz mit Luftfracht nach Tansania gesandt und Mr. Godfrey, unseren lokalen Fachman, beauftragt, die Anlage wieder in Betrieb zu setzen. Der Verein hat noch keine Nachricht, geht aber davon aus, dass die Anlage erst dann wieder in Betrieb genommen wird, wenn auch der Anschluss der vier Teildörfer in Angriff genommen werden kann. Dazu fehlt noch die Zusage zur Finanzierung durch die REA (Rural Energy Agency).

Unser Partner in der Region Njombe, John Fute Hydro Centre, hat  seine eigenen Anlagen weiter ausgebaut und auch neue Projekte mit Dörfern in Angriff genommen.

Die Zusammenarbeit mit der GIZ, Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, habe dazu geführt, dass diese einen Koordinator für die Vereinsprojekte und für John Fute stellen und finanzieren werde. Dieser Koordinator wird bei der lokalen Entwicklungsgesellschaft der Diözese stationiert sein und soll dort auch Kleinwasserkraftprojekte der Diözese koordinieren. Den Kandidaten für diese Stelle, Gregor Probst, der mit Klaus Teege im Einsatz war, konnten wir bei einem Besuch in Bammental näher kennenlernen. Derzeit bewertet die GIZ die Aufgabenstellung und will die Stelle ausschreiben - was einige Monate  in Anspruch nehmen wird. Der Verein ist aber zuversichtlich, dass ein Koordinator ab Sommer 2015 eingesetzt werden kann. Das sollte die Effizienz der Projekte mit John Fute und die Kommunikation mit dem Verein verbessern.

 

Es sei vorgesehen, die jetzt begonnenen Anlagen zunächst als Getreidemühlen auszubauen, und in einer zweiten Phase, wenn sich die Gemeinden organisiert haben und Geld verdienen, die Elektrifizierung zu betreiben. In den bereits erstellten Anlagen will der Verein versuchen, die technischen Mängel zu beheben.

Auch wenn die Zusammenarbeit mit John Fute schwierig sei, will der Verein ihn bei der Durchführung von  ca. acht Projekten unterstützen, da sich hier eine vielversprechende Entwicklung abzeichnet.

Abschließend hielt Herr Teege einen Dia-Vortrag über seinen Aufenthalt als Senior-Experte in Tansania vom  12.11. bis 16.12. 2014, bei dem er im Auftrag des Vereins die Projekte besucht hatte. Er bestätigte durch seinen Einblick in seine dortige Arbeit auch die Schwierigkeit in der Zusammenarbeit beider Partner, die der Vorsitzende des Vereins schon in seinem Bericht dargelegt hatte.

Nach dem Vortrag schloss sich eine rege Aussprache an. Abschließend dankte Valentin Schnitzer Herrn Teege für seinen informativen Vortrag und schloss die Mitgliederversammlung.

Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass ein Treffen mit der Frauenbeauftragten Frau Huruma Komba stattfand, die im Herbst 2014 den Bischof aus der Diözese Mbinga bei dessen Besuch in Deutschland begleitete. Hier wurde besprochen, dass sie die Gemeinden Litembo und Kindimba besucht, um dem Verein zu berichten, wie er mit Kleinkrediten die dortigen Frauen unterstützen kann.

Außerdem ist für den 12. September 2015  ein 3. Afrikafest in und um der TV-Halle geplant.