Jahresbericht 2015 Projektarbeit

 

Derzeit betreuen wir drei Projektorte in Tansania im südlichen Hochland:

 

 

 

In Tosamaganga bei Iringa betreuten wir über Jahre hin die Wasserversorgung von 8 Insti-tuten sowie die Strom- und Wasserversorgung. Alle Anlagen wurden mit Wasserturbinen angetrieben. Der Kontakt riss ab, als vor drei Jahren der Leiter der Anlagen das Institut verließ. Im letzten Jahr erfuhren wir, dass die Anlagen von Schweizer Fachleuten, finanziert von einer Stiftung, generalüberholt werden. Der Leiter der Maßnahme teilte uns vor einigen Tagen mit, dass er sehr an einer Zusammenarbeit für die weitere Betreuung der Anlagen in der Zukunft interessiert sei. Er wird uns in Kürze besuchen und berichten. Es wird sich dann zeigen, in welcher Form wir in Zukunft zusammenarbeiten können.

 

 

 

Im Distrikt / in der Diözese Mbinga betreuen wir seit Jahren die einst von Misereor und der japanischen Organisation JICA finanzierten acht Wassermühlen. Wir haben die Elektrifizie-rung der Station Kindimba von unserem Verein finanziert. Versorgt wurden das Gemeinde-zentrum mit Schule, die Lehrerwohnungen und die Gesundheitsstation. Für die Elektrifizie-rung von vier Teildörfern sprang die staatliche Organisation REA (Rural Energy Agency) ein. Derzeit findet der Anschluss der Dörfer unter der Bauleitung von Godfrey statt. Die Leitungen sind alle verlegt und 70 Häuser sind bereits angeschlossen. Die Verwaltung und Betreuung des Zentrums wird derzeit vorbereitet. Die Gemeinde hat uns mitgeteilt, dass sie für die Installationen in den Häusern und zur Anschaffung elektrischer Geräte Kleinkredite benötigt. Wir rechnen mit dem Abschluss der Arbeiten in den nächsten Monaten.

 

 

 

Den Schwerpunkt unserer Projektarbeit haben wir in der Region Njombe, wo unser GIZ Koordinator in der Nähe des John Fute-Hydro-Zentrums stationiert ist. Mit dem Koordinator stehen wir in engem Kontakt, um die von John Fute begonnenen Projekte zu betreuen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Pilotanlage Igomenyi, bei der eine Wassermühle als Vorläufer für die Elektrifizierung im Bau war. Letzte Woche berichtete der Koordinator, dass die staatliche Elektrizitätsgesellschaft Tanesco noch in diesem Jahr eine Stromleitung in das Dorf verlegt. Da die Gemeinde zugleich ihr Interesse an einer Wassermühle verloren hat, da eine Elektromühle im Dorf installiert werden kann, wird gegenwärtig ausgewertet, wie man das Dorf am besten bei der Elektrifizierung unterstützen kann. Der gelieferte Antriebsatz für die Mühle kann auch anderweitig Verwendung finden. Da in der Region einige Elektrifizierungsprojekte im Gang sind, müssen wir uns danach orientieren, wo die Kleinprojekte im Inselbetrieb noch sinnvoll sind oder wo ein Anschluss an das näher kommende Stromnetz mehr Sinn macht.

 

 

 

Personelles:

 

 

 

Nachdem sich die GIZ bereit erklärt hatte, einen Koordinator zu finanzieren, bewarb sich ein belgischer Entwicklungshelfer, Gregor Probst, der uns auch im Februar 2015 in Bammental besuchte. Er hatte vorher Klaus Teege bei seiner Projektarbeit in Tansania begleitet. Leider konnte er nicht direkt die Stelle antreten, da die GEZ ein langwieriges Projektprüfungsver-fahren und Bewerbungsprocedere vorsieht. So kam es dazu, dass sich der neu ausge-wählte Koordinator Markus Schroers am 5.8.2015 gemeinsam mit dem Projektleiter der GIZ, Dr. Henning Vogel in Bammental vorstellte und die aktuellen Projekte mit uns besprach. Nach seiner Vorbereitung ist der neue Koordinator inzwischen vor Ort und wir stehen mit ihm in laufenden Kontakt.

 

 

 

Klaus Teege hatte erneut einen SES Einsatz in den Projekten in der Njombe Region, vorgesehen, konnte diesen aber aus persönlichen Gründen nicht wahrnehmen. Ein junger GIZ- Praktikant, (Wirtschaftsingenieur und gelernter Mechatroniker), sollte Klaus Teege begleiten. Er kam jedoch nur zu einem Besuch des Projektes Kindimba und wurde danach aus dem Praktikum der GIZ freigestellt, da neue rechtliche Verordnungen im Land seine Tätigkeit nicht zuließen.